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Kapitel 2


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Handelnde Personen
  • Tom Buchanan
  • Myrtle Wilson
  • Cathrine ( Schwester von Myrtle )
  • Nick Carraway

Kurzinhalt / Themen
  • Vorstellung der Charktäre
  • Vorstellung der Handlungsorte
  • Vorstellung des Erzählers
Funktionen dieses Kapitel
  • Aufbau des Mysterium um den großen Gatsby
  • Beziehungsgeflecht zwischen den Charaktären
  • Reichtum und bessere Gesellschaft aufzeigen
Orte
  • Das Tal der Asche
  • New York : Appartment

Kapitel 2


Die Geschichte macht einen kleinen Zeitsprung. Nick Carraway fährt an einem Sonntagnachmittag gemeinsam mit Tom Buchanan in die Stadt. Zuvor holt man noch die Geliebte ab, welche sich in Kapitel 1 via Telefon zu Wort gemeldet hatte. Diese lebt mit ihrem Mann im Tal der Asche, wo  sie eine Autowerkstatt mit einer Tankstelle betreibt. Man fährt gemeinsam nach New York und Mrs. Wilson, die bislang unbekannte Geliebte,  verwendet dafür einen eigenen Wagen.


 Sie kauft einen Schäferhundmischling an der Straße (S 40/41). Myrtle Wilson will, dass die Männer noch mit hoch in das Apartment kommen und sie wollen zudem die McKees zu sich hinauf bitten (S 42). Nick schildert die Ereignisse, er war im Leben nur zwei Mal betrunken, das eine Mal an dem Tag. Er geht dann Zigaretten holen ( S 43) und liest ein Kapitel aus „Simon called Peter“, ein Buch welches er sehr schlecht findet( Seite 44). Als Tom und Myrtle wieder auftauchen kommt auch schon der Besuch in Form von den Mc Kees.

Der Besucher Mr. McKee ist blaß, feminin und wohnt unter Mrs Wilson. Er arbeitet als Fotograf. Nick beschreibt seine Gattin so: „Seine Frau war schrill, träge hübsch und schrecklich".

Mrs Wilson hatte sich erneut umgezogen S 45 und sie sprechen darüber, dass Mrs Wilson ein gutes Fotomotiv abgeben würde. Der Fotograf war vor einem Monat bei Gatsby auf einer Party eingeladen und man spekuliert über Gatsbys Herkunft S 47 dieser soll ein Neffe oder Cousin von Kaiser Wilhelm sein, daher soll dieser auch sein Vermögen erworben haben.

Der Fotograph möchte in die Gesellschaft eingeführt werden, und man regt an Myrtle könnte dafür eine Empfehlung schreiben.
Cathrine, die Schwester von Myrtle,  behauptet Tom und Myrtle könnten ihre Ehegatten nicht ausstehen und das Daisy furchbar katholisch sei. Sie glaube nicht an Schiedung S 48.Sie diskutieren es sei diskreter nach Europa zu gehen. Sie selbst war in Monte Carlo S 49.

Man diskutiert über Beziehungen und über  Cathrine: 
Sie hätte fast einen Juden geheiratet, welcher weit unter ihrem Stand war. Cathrine fragt Myrtle warum sie geheiratet hätte. Diese begründet, dass sie gedacht habe Mr. Wilson sei ein Gentlemen S 49  Inzwischen verachtet Mrs. Wilson ihren Mann und zeigt dies  indem sie sagt  er sei es nicht wert den Staub von ihren Schuhen zu lecken S 50. Cathrine wirft ein, sie sei mal ganz verrück nach ihm gewesen. Sie lebe seit 11 Jahren in der Autowerkstatt und Tom sei der erste Liebhaber S 50. Die 2. Flasche Wisky wird gereicht, nur Cathrine trinkt nicht, es gibt auch noch Sandwiches. 
Nick will gerne gehen, aber wird stets in Diskussionen verwickelt. Myrtle erzählt die Geschichte ihrer ersten Begegnung mit Tom. Sie wollte in New York ihre Schwester besuchen „Es war neun Uhr kaum einen Augenblick später schaute ich abermals auf die Uhr, und es war Zehn“ S 52 Zeitgefühl

Gegen Null Uhr streiten sich Tom und Myrtle, diese nennt immer und immer wieder Daisys Namen und proviziert Tom darauf hin. Dieser vergisst sich und bricht ihr darauf hin die Nase. Sie brechen auf und gehen davon, Nick wartet  am Bahnhof im Halbschlaf auf den Zug.



Interpretation des 2. Kapitel vom großen Gatsby

Bei der Interpretation des zweiten Kapitels vom großen Gatsby stellt man ziemlich schnell fest dass der Namensgeber des Romans, Jay Gatsby noch immer nicht an der Handlung teilnimmt. Noch immer wird der myteriöse Gatsby zwar ansatzweise erwähnt ( Nick hat ein ausgprägtes Bedürfnis über ihn zu sprechen), jedoch kommt er so richtig nicht zur Sprache.

Der mysteriöse Gatsby

Dies hat die Funktion das das Myterium Gatsby noch weiter verstärkt werden soll. Die Andeutungen verschärfen die Neugier des Lesers und lassen den Nachbarn des Erzählers, die Hauptfigur aus der große Gatsby, noch bedeutsamer wirken. Je mehr man über ihn spricht, desto mysteriöser wird er. Inzwischen erfahren wir als Leser, das der Gatsby Gastgeber von sagenumwogenen Feiern ist, doch konkrete Informationen erhalten wir nicht. So wird das Mysterium Gatsby, welches uns bereits seit der ersten Zeile begleitet noch intensiver, die Neugier wird geschärft und das Bild des reichen Sonderlings beginnt sich zu formen.

Das Bild der Öffentlichkeit von Gatsby

Bereits hier wird klar, wie der Gastgeber der rauschenden Feiern von den anderen Menschen gesehen wird. Keiner weiß genau wer Gatsby ist, jedoch glaubt jeder zu wissen wer es ist. Es kursieren die wildesten Gerüchte über Gatsbys Herkunft und seine Abstammung. Man mutmaßt nicht nur adelige Herkunft, sondern auch noch kriminelle Handlungen, diese werden jedoch erst später offenbart. Mit dem Gespräch der McKees wird der Auftakt für die wilden Spekulationen gesetzt.

Die Kreise werden weiter

Neue Schauplätze werden eingeführt
Der Leser lernt nun die Valley of Ashes kennen, den Bereich in dem Myrtle Wilson mit ihrem Mann lebt. Sie ist wie die Umgebung in der sie lebt. Eine unscheinbare Frau in einer tristen, grauen Umgebung. Über allem, in dieser Wüste, ragen die Augen des Dr. Eckelburg vom Plakat. Der grauen Wüste stellt Fitzgerald die pulsierende Großstadt entgegen, den Moloch, der uns noch im weiteren Romanverlauf über den Weg laufen wird. Das Tal der Asche wird als graue, düstere Landschaft beschrieben, die von einem kleinen, brackigen Fluss begrenzt. Es handle sich bei diesem Ort um eine düstere Schutthalde, schreibt Fitzgerald.


Die Gesellschaft wird dargestellt

Mit der Gesellschaft, die sich in dem New Yorker Apartment trifft zeigt zugleich auch die Gesellschaft auf, in der sich die Geschichte des großen Gatsby bewegt. Oberflächliche Gespräche und eine Konzentration auf den Augenblick sind Elemente der Lebensweise, welche in diesen Kreisen gepflegt werden. Der Alkoholkonsum und die Form, wie über den bekannten Gatsby gesprochen wird, lassen ebenfalls keinen Zweifel darüber aufkommen wie man sich in diesen Kreisen verhält.

Mrs McKee scheint eine typische Vertreterin der Gesellschaftschicht zu sein, in welcher sich die Erzähler bewegen: Wohlhabende, aber schrille Menschen. Man ist höflich zueinander, pflegt gute Umgangsformen und scheint interessiert, findet sich aber in Wahrheit schrecklich, schrill und irgendwie auch abstoßend. Die Frauen der Gesellschaft legen viel Wert auf ihr Aussehen, dies färbt auch auf die hausbackene Mrs. Wilson ab, welche sich mehrfach umzieht. Die glamouröse Umgebung scheint sich auch positiv auf die Frau aus dem Tal der Asche auszuwirken.

Nicks Rolle als Erzähler

Nick distanziert sich immer wieder von den Ereignissen, da deutlich macht nicht den selben Lebenswandel zu haben wie die Gäste auf der Party. Er sei in seinem Leben gerade einmal zwei Mal betrunken gewesen, betont er. Ganz im Gegensatz zu den lebenslustigen und trinkfreudigen Gästen der Feier. Weiterhin baut er Distanz zu den Ereignissen auf, indem er versucht sich der Party zu entziehen. Dies ist ein Element, welches immer und immer wieder im Roman vorkommt.

Die Valley of ashes wird vorgestellt

sie steht in einem harten Kontrast zu der genussorientieren, luxeriösen Welt in der der Roman sonst handelt. Sie ist der einzige Schauplatz im Roman, der nicht voller Glanz und Glamour ist, sondern dunkel, kalt und trist ist. Der Ort sticht in der Tat aus der Masse der Schauplätze drastisch heraus. Zum Einen liegt er als einziger Ort der Geschichte nicht in der Stadt oder in den Vororten, zum Anderen ist es der Ort mit der düstersten, hoffnungslosesten Aura des gesamten Romans.



Tags
Gatsby, Inhaltsangabe, Interpretation, valley of ashes, Tal der Asche, McKees, Mrs Wilson, Nick, Funktion der Kapitel, Party, Gerüchte

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